Workflow und Werkzeuge zur Erstellung von Mosaik-Datasets

Dieses Thema gilt nur für ArcEditor und ArcInfo.

Es gibt zwei Arten von Mosaik-Datasets – diejenigen zum Verwalten, Anzeigen, Bereitstellen und Verteilen von Raster-Daten und diejenigen, die anhand bestehender Raster-Kataloge bzw. Mosaik-Datasets erstellt werden. Sämtliche Geoverarbeitungswerkzeuge für das Erstellen, Bearbeiten und Verwalten von Mosaik-Datasets sind im Toolset Mosaik-Dataset zusammengefasst, und zwar in der Toolbox "Data Management Tools".

Wenn Sie ein Mosaik-Dataset zum Verwalten, Anzeigen, Bereitstellen und Verteilen von Raster-Daten erstellen, nutzen Sie hierfür das Werkzeug "Mosaik-Dataset erstellen".

Allgemeiner Workflow

  1. Das Mosaik-Dataset wird in einer Geodatabase erstellt. Wenn Sie über keine Geodatabase verfügen, müssen Sie zunächst eine erstellen.
  2. Erstellen Sie das Mosaik-Dataset mit dem Werkzeug "Mosaik-Dataset erstellen".

    Auf diese Weise werden ein leeres Mosaik-Dataset und das zugehörige Schema in der Geodatabase erstellt.

  3. Verwenden Sie das Werkzeug "Raster zu Mosaik-Dataset hinzufügen", um Raster-Daten hinzuzufügen.
    TippTipp:

    Bevor Sie die Raster-Daten hinzufügen, empfiehlt es sich u. U., zunächst die zugehörigen Statistiken und Pyramiden zu berechnen. Beim Hinzufügen von gekachelten oder vorverarbeiteten Raster-Datasets, etwa. DOQ-Orthofotos, ist dies besonders nützlich. Durch Berechnen der Statistiken können Sie sicherstellen, dass die Daten ordnungsgemäß angezeigt werden, und durch Pyramiden lässt sich die Anzahl der Übersichten verringern, die für das gesamte Mosaik-Dataset generiert werden. Wenn Sie diesen Schritt nicht vor dem Hinzufügen der Raster-Datasets zum Mosaik-Dataset durchführen, kann die Berechnung beim Hinzufügen erfolgen. Aktivieren Sie hierfür die entsprechende Option im Dialogfeld des Werkzeugs. Sie können zu diesem Zweck auch zu einem späteren Zeitpunkt das Werkzeug "Pyramiden und Statistiken erstellen" nutzen. Hinweis: Für die Raster-Typen CADRG/ECRG, CIB und DTED sind keine Pyramiden erforderlich.

    • Berechnen Sie die Zellengrößenbereiche – Nutzen Sie das Kontrollkästchen Zellengrößenbereiche aktualisieren im Werkzeug, um diesen Schritt zum Zeitpunkt der Aufnahme durchzuführen. Zu einem späteren Zeitpunkt nutzen Sie hierfür das Werkzeug "Bereiche der Zellengröße berechnen".

      Zellengrößenbereiche werden verwendet, um zu bestimmen, welche Raster verarbeitet werden, um anhand des Mosaik-Datasets das mosaikierte Bild zu erstellen, und welche Raster in der Attributtabelle vorhanden sein müssen.

    • Erstellen Sie die Grenze des Image-Service – Nutzen Sie das Kontrollkästchen Grenze aktualisieren im Werkzeug, um diesen Schritt zum Zeitpunkt der Aufnahme durchzuführen. Zu einem späteren Zeitpunkt nutzen Sie hierfür das Werkzeug "Grenze erstellen".

      Eine Grenze ist die Ausdehnung aller durch ihre Footprints definierten Raster-Datasets innerhalb des Mosaik-Datasets; sie muss vorhanden sein.

    • Generieren Sie Übersichten – Nutzen Sie das Kontrollkästchen Übersichten aktualisieren im Werkzeug, um diesen Schritt zum Zeitpunkt der Aufnahme durchzuführen. Zu einem späteren Zeitpunkt nutzen Sie hierfür das Werkzeug "Übersichten erstellen".

      Bei Mosaik-Dataset-Übersichten handelt es sich um Bilder mit einer geringeren Auflösung. So soll die Anzeigegeschwindigkeit erhöht und die Auslastung der CPU verringert werden, da weniger Raster geprüft werden, um das mosaikierte Bild anzuzeigen. Ihre Erstellung nimmt geraume Zeit in Anspruch, folglich empfiehlt es sich bei einem großen Mosaik-Dataset, für die Erstellung einen Zeitpunkt zu wählen, zu dem das System nicht durch andere Vorgänge ausgelastet ist.

  4. Zeigen Sie das Mosaik-Dataset an.

    Wenn es ArcMap hinzugefügt wird, werden mehrere unterschiedliche Layer-Typen angezeigt. Sie können das mosaikierte Bild mithilfe des Bild-Layers überprüfen. Sämtliche Änderungen, die Sie an dem Bild-Layer vornehmen, haben nur auf dem Desktop Gültigkeit und wirken sich nicht auf die Eigenschaften des Mosaik-Datasets aus.

  5. Nehmen Sie die Bereitstellung als Image-Service mit ArcGIS Server vor, oder machen Sie das Dataset lokal verfügbar.

Sie können ein Modell erstellen oder ein Skript schreiben, um das Mosaik-Dataset zu erstellen und die Daten hinzuzufügen. Beim nachfolgenden Modell kommen drei Werkzeuge zum Einsatz – eines zum Erstellen einer neuen Geodatabase, eines zum Erstellen des Mosaik-Datasets und ein weiteres zum Hinzufügen der Raster-Daten. Das Werkzeug "Raster zu Mosaik-Dataset hinzufügen" wartet mit Optionen zum Berechnen der Zellgrößenbereiche, zum Erstellen der Grenze sowie zum Generieren der Übersichten auf. Diese Optionen können aktiviert werden. So wird sichergestellt, dass nach Fertigstellung des Modells ein vollständiges Mosaik-Dataset erstellt wird, das sofort bereitgestellt werden kann.

Grundlegendes Modell zur Erstellung eines Mosaik-Datasets

Wenn Sie ein Mosaik-Dataset erstellen, können Sie es als mosaikiertes Bild oder als Katalog (bzw. als Tabelle) anzeigen. Jedes Raster-Dataset wird in der Attributtabelle des Mosaik-Datasets als Zeile hinzugefügt und durch ein Footprint-Polygon dargestellt. Jede Spalte in der Tabelle ist ein Attribut des Raster-Datasets; Sie können viele dieser Spalten hinzufügen oder ändern sowie basierend auf diesen Feldern Abfragen vornehmen. Zudem können Sie, wenn Sie das Mosaik-Dataset als Image-Service bereitstellen, definieren, welche Felder die Benutzer bei ihren eigenen Abfragen verwenden können. Das Definieren der Felder, die in einem Image-Service sichtbar sind, ist eine der Eigenschaften, die für das Mosaik-Dataset festgelegt werden können.

Informationen zu den Eigenschaften von Mosaik-Datasets

Sie können das Mosaik-Dataset mithilfe der Geoverarbeitungswerkzeuge ändern bzw. in ArcMap weitere Änderungen vornehmen, beispielsweise das Bearbeiten von Footprints. Wenn Sie ArcMap ein Mosaik-Dataset hinzufügen, wird es als benutzerdefinierter Gruppen-Layer hinzugefügt. Standardmäßig werden Grenze, Footprint und Bild-Layer angezeigt. Sie können die Bearbeitungswerkzeuge in ArcMap verwenden, um die Polygone der Grenzen- und Footprint-Layer zu bearbeiten.

Eine Protokolltabelle ist dauerhaft im Mosaik-Dataset vorhanden. Hier werden sämtliche Vorgänge, die für das Mosaik-Dataset durchgeführt wurden, sowie die jeweilige Dauer erfasst. Zu diesen Vorgängen zählen das Hinzufügen von Rastern, das Berechnen von Zellgrößenbereichen sowie das Erstellen von Übersichten. Im Allgemeinen belassen Sie dieses Protokoll unverändert. Wenn Sie die Protokolltabelle jedoch leeren müssen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in ArcCatalog oder im Katalogfenster auf das Mosaik-Dataset, und wählen Sie dann die Optionsfolge Entfernen > Protokolle löschen.

Wenn Sie ein Mosaik-Dataset anhand eines Raster-Katalogs oder eines anderen Mosaik-Datasets erstellen, nutzen Sie hierfür das Werkzeug Referenziertes Mosaik-Dataset erstellen. Wenn Sie ein referenziertes Mosaik-Dataset erstellen, können Sie seine Eigenschaften und die Grenze bearbeiten. Sie sind nicht in der Lage, die Footprints oder irgendeine der anderen Eigenschaften des referenzierten Mosaik-Datasets zu bearbeiten. Dies ist eine schnelle Möglichkeit zur Bereitstellung eines Raster-Katalogs bzw. zur Verteilung eines Mosaik-Datasets, bei dem die Benutzer die Möglichkeit haben, die Eigenschaften des Originals zu ändern.

Verwandte Themen


7/10/2012