Neuheiten in ArcGIS Server 10

In ArcGIS Server 10 gibt es eine Reihe von Verbesserungen für die Performance, den Datenzugriff, die Bearbeitung, Suche, Karten-Cache-Verwaltung und vieles mehr. Einige der wichtigsten Verbesserungen sind nachfolgend mit Links zu Seiten mit weiteren Informationen aufgelistet.

Allgemein

In diesem Abschnitt werden allgemeine Änderungen und Verbesserungen in ArcGIS Server Version 10 beschrieben.

Toolset "Datenextraktion"

Die Server-Toolbox wurde mit dem Toolset "Datenextraktion" erweitert. Diese Werkzeuge helfen Ihnen, interaktive Datendownloads verfügbar zu machen, und sind hauptsächlich dazu gedacht, als ArcGIS Server-Geoverarbeitungs-Services veröffentlicht zu werden. Sie sind den verschiedenen Beispielen für Ausschneiden, Zippen und Versenden ähnlich, die in früheren Versionen von ArcGIS Server dokumentiert wurden. Einige der Werkzeuge können die Daten sogar per E-Mail an den Empfänger senden.

Erhöhte Überwachung der SOC-Prozesse

Ein neuer Prozess, ArcSOCMon.exe, wird auf jedem SOC-Computer (Server Object Container) ausgeführt und überwacht den Status der SOC-Prozesse. Der erhöhte Überwachungsaufwand ermöglicht eine schnellere Wiederherstellung, wenn der SOM nach ungeplanten Ausfallzeiten wieder online ist.

Protokollierung auf die SOC-Computer übertragen

Die Protokolldateien werden jetzt vom ArcSOCMon-Prozess auf jedem SOC-Computer geführt. Die Übertragung der Protokollierung auf die einzelnen SOC-Computer ermöglicht eine bessere Skalierung als in früheren Versionen, in denen der SOM eine Protokolldatei für alle Meldungen geführt hat. Mit dem Manager oder der ArcObjects Server-API können Sie eine chronologische Liste aller Protokollmeldungen generieren, die von SOC-Computern erfasst wurden.

Option für die Protokolldateibereinigung

Mit einer neuen Eigenschaft für Protokolldateien können Sie die maximale Anzahl von Protokollen angeben, die im Protokollverzeichnis vorhanden sein darf. Wenn der Grenzwert überschritten wird, entfernt der Server das älteste Protokoll. Dies verhindert, dass das Protokollverzeichnis zu groß wird.

Überprüfen auf ungültige Datenverbindungen

Sie können jetzt optional konfigurieren, dass die Services in regelmäßigen Abständen auf ungültige Verbindungen überprüft werden, wenn sich die Services im Leerlauf befinden. Wenn Sie diese Prüfungen konfiguriert haben und eine defekte Verbindung zu ArcSDE erkannt wird, während der Service im Leerlauf ist, behebt der Server das Problem sofort. Dies verhindert, dass Benutzer auf nicht reagierende Services stoßen, wenn die Verbindung zur Datenbank über Nacht oder während anderer Ausfallzeiten unterbrochen wird.

Verbesserte Suche in der Hilfe

Auf der Registerkarte "Suchen" der Hilfe werden die relevantesten Themen mithilfe einer Rangstufenlogik am Anfang der Ergebnisse aufgelistet.

Services

In diesem Abschnitt werden die neuen Services in ArcGIS Server 10 und einige der Änderungen an vorhandenen Services beschrieben.

Neuer Feature-Service

In ArcGIS Server 10 werden Feature-Services eingeführt, die den Zugriff auf Vektor-Feature-Geometrien und -Attribute ermöglichen. Ein großer Vorteil von Feature-Services ist die Bereitstellung von Bearbeitungsfunktionen für Features in JavaScript-, Flex- und Silverlight-Anwendungen. Feature-Services werden aus Kartendokumenten veröffentlicht. Die Quellen-Datasets müssen sich in einer einzelnen ArcSDE-Geodatabase befinden.

Neuer Such-Service

Mit Such-Services können Sie GIS-Inhalt und -Ordner unternehmensweit indizieren und dadurch die Suche für die Benutzer erleichtern. Ihre Intranet-Clients können dann über die aktualisierte Suchschnittstelle in ArcGIS Desktop eine Verbindung mit dem Such-Service herstellen, um nützliche Informationen zu suchen. Sie können die Ergebnisse anschließend in ihre Karten ziehen.

Such-Services sind vor allem dann nützlich, wenn es aufgrund der großen Datenmenge oder Verteilung der Daten auf eine Vielzahl von Ordnern und Geodatabases zu lange dauern würde, zu den Daten zu navigieren.

Erweiterter Geometrie-Service, um die Webbearbeitung zu erleichtern

Der Geometrie-Service stellt eine Reihe von neuen Methoden zur Verfügung, um die geographische Feature-Bearbeitung zu unterstützen. Diese sind besonders in Webbearbeitungsszenarien nützlich. Einige der in Web-APIs zur Verfügung gestellten Bearbeitungselemente erfordern aus diesem Grund einen Verweis auf einen Geometrie-Service. Neue Vorgänge umfassen:

  • Automatisches Schließen
  • Konvexe Hülle
  • Ausschneiden
  • Verdichten (war in REST unter 9.3.1 nicht verfügbar)
  • Differenz
  • Abstand
  • Generalisieren
  • Überschneiden (Intersect)
  • Versatz
  • Umformen
  • Kürzen/Verlängern
  • Vereinigen (Union)

MSD-basierte Services unterstützen Maplex, kartografische Repräsentationen und neue Layer-Typen

Die Karten-Service-Definition (MSD) ist ein Dateityp, der verwendet werden kann, um eine Karte für eine schnelle dynamische Darstellung durch ArcGIS Server zu veröffentlichen. MSDs unterstützen eine Teilmenge von ArcGIS Kartenerstellungs-Features, die mit jeder Version erweitert werden. ArcGIS 10 fügt Unterstützung für kartografische Repräsentationen und die Maplex-Label-Engine in MSD-basierten Services hinzu.

Diese Features sind sehr rechenintensiv und werden nur empfohlen, wenn Sie Karten-Cache-Kacheln mithilfe von MSD-basierten Services erstellen. Die umsichtige Verwendung von kartografischen Repräsentationen und Maplex kann jedoch zu einem effektiven, visuell ansprechenden Karten-Cache beitragen.

In ArcGIS 10 sind mehrere neue Karten-Layer-Typen durch MSD-basierte Services verfügbar, einschließlich Abfrage-Layer, Parcel Fabric-Layer und Mosaik-Layer. Auf Standalone-Tabellen kann ebenfalls über MSD-basierte Services zugegriffen werden.

In Karten-Services werden zeitbezogene Layer unterstützt

ArcGIS stellt zeitbezogene Layer bereit, in denen Informationen über den Status eines Datasets über verschiedene Zeiträume hinweg gespeichert werden. Mithilfe von ArcMap können Sie viele Layer zeitbezogen gestalten. Wenn Sie Karten mit ArcGIS Server veröffentlichen, werden die zeitbezogenen Informationen beibehalten, und sie können über den Karten-Service abgerufen werden. Sie können diese Informationen verwenden, um die Anzeige der Karten zu ändern oder Zeitabfragen auszuführen.

Karten-Services stellen Feature-Anlagen bereit

ArcGIS 10 führt Feature-Anlagen ein, die eine Möglichkeit sind, Dateien hochzuladen und mit bestimmten geographischen Features in der Karte zu verknüpfen. Beispiele für Anlagen sind TXT-, PDF- oder Bilddateien, die ergänzende Informationen zum Feature enthalten. Wenn Sie die Karte als Service veröffentlichen, können Clients die Anlagen sehen und herunterladen.

Clients können auch Anlagen hochladen und löschen, wenn Sie die Feature-Zugriff-Funktion für den Karten-Service aktivieren.

Karte-Services stellen Symbologieinformationen bereit

Karten-Services enthalten jetzt Informationen zu den Renderern und der Symbologie, die zum Zeichnen von Vektor-Features in der Karte verwendet wurden. Diese Informationen sind besonders beim Anzeigen von Layern, die Sie mit den ArcGIS-APIs für JavaScript, Flex oder Silverlight erstellt haben, in einem Web-Client hilfreich. Sie können clientseitigen Grafiken die Symbologie zuweisen, die Sie aus dem Karten-Service abrufen, statt eine eigene Symbologie für die Grafiken zu erstellen.

Karten-Services stellen Subtypes und Domänen bereit

Das Durchsetzen von Datenintegrität beim Arbeiten mit Karten-Services ist jetzt aufgrund der hinzugefügten Unterstützung für Subtypes und Domänen einfacher. Subtypes und Domänen bieten eine Methode zur Datenorganisation, die die Effizienz bestimmter Vorgänge, zum Beispiel die Bearbeitung, erhöhen und die Integrität der Attribute bewahren. Wenn Sie beispielsweise eine Web-Editiersitzung für eine Datenbank zum Flächennutzungsplan des Landkreises ausführen, können Sie den gewünschten Subtype auswählen (z. B. Ort) und dann die entsprechende Domäne angeben (z. B. Wohn-, Gewerbe- oder Industriegebiet). Die Domänenbeschreibung (Wohngebiet) wird statt des entsprechenden kodierten Werts R angezeigt.

Karten-Services stellen Beziehungen und Standalone-Tabellen bereit

Karten-Services stellen jetzt Informationen zu Beziehungen und Standalone-Tabellen bereit. Beziehungen definieren eine Beziehung zwischen zwei Tabellen, ohne die zugeordneten Daten in jeder Tabelle anzuhängen. In vielen Fällen verweisen die Beziehungen auf Standalone-Tabellen, die keine Geometrie, aber oft wertvolle Attributinformationen enthalten. Wenn Sie z. B. eine Karte veröffentlicht haben, die Beziehungen zwischen Flurstücken und einer Standalone-Tabelle von Flurstückbesitzern enthält, können Sie die Such-, Abfrage- und Identifizierungs-Tasks verwenden, um die Besitzer und die Positionen der Flurstücke zurückzugeben.

Eine vollständige Liste unterstützter Typen von Standalone-Tabellen finden Sie im Abschnitt "Datentypen" des Hilfethemas Unterstützte Funktionen in MSD-basierten Karten-Services.

Karten-Services unterstützen Abfragen von Raster-Feldern

Karten-Services unterstützen jetzt Abfragen von Raster-Feldern. Angenommen, Sie verwalten ein Vektor-Dataset von Straßenbeleuchtungen in der Stadt. Auf diesem Dataset haben Sie ein Feld des Typs "Raster" erstellt, um ein Bild für jede Straßenbeleuchtung zu speichern. Durch die neue Methode "QueryRasterValue" des Karten-Services können Sie das Bild abrufen, um es im Client anzuzeigen.

Die Eigenschaft für die maximale Anzahl der Datensätze wurde erhöht und wird in ArcCatalog und Manager angezeigt

Die Anzahl der Datensätze, die ein Service in ArcGIS Server standardmäßig aufgrund einer Abfrage zurückgeben kann, wurde auf 1.000 erhöht. In älteren Versionen konnte die Anzahl nur manuell in der Service-Konfigurationsdatei geändert werden. Jetzt wird die Eigenschaft in ArcCatalog und Manager in den Service-Eigenschaften angezeigt.

Bereitstellen von Mosaik-Datasets

Mosaik-Datasets sind neue Datasets, die als Image-Service oder in einem Globus- oder Karten-Service bereitgestellt werden können. Es werden auch zusätzliche Funktionen zum Abfragen von und Interagieren mit Image-Services bereitgestellt, die von Mosaik-Datasets abgeleitet wurden.

Verbesserte Image-Service-Parameter

Auf der Seite "Eigenschaften des Image-Services" können Sie jetzt eine größere Anzahl von Standard-Service-Parametern festlegen. Dadurch haben Sie mehr Kontrolle über die Datenmenge, die ein Benutzer anfordern kann, die Art von Informationen, die angefordert werden können, und zulässige Mosaik- und Komprimierungsmethoden.

  • Maximale Bildgröße pro Anforderung
  • Maximale Anzahl an Rastern pro Mosaik
  • Standard-Resampling-Methode
  • Zulässige Komprimierungen
  • Zulässige Mosaik-Methoden
  • Maximale Anzahl an zurückgegebenen Datensätzen pro Anforderung
  • Metadaten-Level
  • Zulässige Felder
  • Maximale Anzahl der pro Anforderung heruntergeladenen Elemente

Neue unterstützte Vorgänge für Image-Services

Image-Services wurden erweitert, um mehr Vorgänge zu ermöglichen. Die Option "Bild exportieren" wurde verbessert, und Sie können jetzt Mosaikregeln und -eigenschaften festlegen. Darüber hinaus wurden die Optionen "Abfrage", "Identifizieren" und "Herunterladen" hinzugefügt.

Netzwerkanalyse-Services stellen drei neue Solver bereit

Drei neue Network Analyst-Solver werden durch die SOAP-API, Web ADF und ArcObjects-APIs zur Verfügung gestellt. Dazu gehören:

  • Start-Ziel-Kostenmatrix-Solver
  • Vehicle Routing Problem-Solver
  • Location-Allocation-Solver

Geokodierungs-Services unterstützen einzeiliges Adressformat

ArcGIS-Geokodierung ermöglicht es Benutzern jetzt, eine Adresse in einer einzeiligen Zeichenfolge einzugeben, z. B. "300 peachtree st nw atlanta ga". Diese Erweiterung wird über den Geokodierungs-Service zur Verfügung gestellt, einschließlich über die REST-API.

Andere OGC-Service-Erweiterungen

Nachfolgend finden Sie einige Methoden, wie die Unterstützung für Open Geospatial Consortium (OGC)-Services (WMS, WFS und WCS) in ArcGIS Server 10 erweitert wurde.

  • Bestimmte Style-Vorlagen können auf die Informationen, die von einer WMS "getfeatureinfo"-Anforderung zurückgegeben wurden, angewendet werden.
  • Herausgeber können der Service-Konfigurationsdatei, die dann vom Server gelesen wird und als Teil der "capabilities"-Antwort angezeigt wird, jetzt mehr CRS-Informationen hinzufügen.
  • Auf WMS-Layer kann jetzt mit Namenszeichenfolgen verwiesen werden. Die Zeichenfolge muss mit dem im Inhaltsverzeichnis der Karte verwendeten Layer-Namen übereinstimmen. In früheren Versionen konnte auf Layer in WMS-Services, die über ArcGIS Server veröffentlicht wurden, nur über nullbasierte Integer-Werte zugegriffen werden, die die Positionen der Layer im Inhaltsverzeichnis darstellten.
  • In der WMS "getmap"-Anforderung kann jetzt ein Style angegeben werden. Dies ermöglicht es Benutzern, SLD-Informationen "dynamisch" zu senden, statt diese Informationen in einer SLD-Datei zu verwalten.
  • Wenn Image-Services auf einem Mosaik-Dataset basieren, ist es möglich, mit WCS/WMS auf einzelne Bilder zuzugreifen. ArcGIS ermöglicht es Benutzern, URLs einzugeben, die die Basis-WMS-URL mit der "/RasterID" eines einzelnen Bildes anhängen und einen WMS/WCS-Service nur von diesem Bild abrufen. Dies ermöglicht den Zugriff auf einzelne Bilder in einem großen Katalog. Der große Vorteil ist, dass ein Katalog der Bilder separate URLs für jedes Bild zurückgeben kann. Es gibt viele Anwendungsfälle dafür. In einem Service mit Landsat-Bildern möchte ein Benutzer beispielsweise einen WMS/WCS von nur einem Bild haben.
  • WFS-Services respektieren jetzt alle Aliasnamen, Definitionsabfragen und Feldsichtbarkeitseinstellungen vom Quell-MXD.
  • SLD-Unterstützung für Raster-Symbolizer ist verfügbar.

Karten-Caching

In diesem Abschnitt werden die Verbesserungen beim Karten-Caching beschrieben. Dabei handelt es sich um den Prozess, große Gruppen gekachelter Kartenbilder vorbereitend zu erstellen, damit diese in Webkarten schnell angezeigt werden können.

Kompakter Cache-Speicher

Sie können jetzt ein kompaktes Cache-Format verwenden, das Kacheln in große Paketdateien gruppiert, statt jede Kachel als separate Datei zu speichern. Kompakte Caches bestehen aus einer kleineren Anzahl von Gesamtdateien und belegen weniger Speicherplatz auf dem Datenträger als unkomprimierte Caches. Kompakte Caches können viel schneller von einem Computer auf einen anderen verschoben werden. Das ist hilfreich, wenn Caches zwischen Staging- und Produktionsumgebungen kopiert werden.

Caches mit gemischten Modi

In Caches mit gemischten Modi können Kacheln mit unterschiedlichen Bildformaten in demselben Cache verwendet werden. Das ist hilfreich, wenn ein Raster-Cache über einem anderen Raster-Cache angezeigt wird. Für die Kacheln in der Mitte des Caches können Sie JPEG verwenden, um die relative Dateigröße niedrig zu halten, während Sie am Rand des Caches, wo ein Teil der Kacheln transparent sein muss, PNG32 verwenden.

Caches können als Raster-Dataset behandelt werden

Über die Schaltfläche Daten hinzufügen können Caches in ArcMap oder ArcGlobe als Raster-Datasets direkt hinzugefügt werden. Wechseln Sie einfach zur Position des Cache-Verzeichnisses auf dem Datenträger, und fügen Sie den Cache wie ein beliebiges anderes Dataset hinzu. Über diese Option wird die Abhängigkeit des Caches von einem übergeordneten Karten-Service entfernt.

Neue Werkzeuge zum Erstellen eines gemeinsamen Caches

Neue Werkzeuge wurden hinzugefügt, um Cache-Kacheln in das bzw. aus dem Cache-Verzeichnis zu importieren oder exportieren. Dies erleichtert es, einen gemeinsamen Cache in einem Netzwerk von Organisationen und Abteilungen zu erstellen, die dasselbe Kachelschema verwenden.

Schnelleres Caching auf verteilten Bereitstellungen von ArcGIS Server

Wenn Sie mit vielen SOC-Computern an einem Karten-Cache im kompakten Speicherformat arbeiten, können Sie eine neue Option auswählen, um Kacheln in ein lokales Cache-Verzeichnis auf dem Server zu schreiben. Dies verbessert die Performance, indem erst die Kacheln (im kompakten Paketformat) lokal geschrieben werden und dann die abgeschlossenen Pakete in ein freigegebenes Cache-Verzeichnis kopiert werden. Diese Vorgehensweise ist schneller, als wenn alle Computer die Kacheln direkt in das freigegebene Cache-Verzeichnis schreiben.

Die Standardgröße für Kacheln wurde in 256 x 256 geändert

Die Standardgröße für Kacheln ist jetzt 256 x 256. Dies entspricht der Kachelgröße in Google Maps und Bing Maps.

Direktes Zeichnen von Karten-Caches in ArcGIS Explorer und ArcGlobe

Wenn Sie einen 2D-Cache mit dem Kachelschema von ArcGIS Online/Google Maps/Bing Maps erstellen, kann der Cache in ArcGIS Explorer und ArcGlobe schneller als bei Verwendung eines Globus-Caches direkt in 3D gezeichnet werden. Auf diese Weise können Sie den Service für ArcGIS Explorer-Benutzer im 2D- und 3D-Modus bereitstellen und müssen nur einen Cache verwalten.

REST-API

Dieser Abschnitt enthält einige wichtige neue Features in der REST-API. Viele dieser Änderungen sind in den ArcGIS-APIs für JavaScript, Flex und Silverlight verfügbar. Eine vollständige Liste der neuen Features finden Sie online auf der Seite Neuheiten für die REST-API, oder öffnen Sie das ArcGIS Services-Verzeichnis, und klicken Sie in der rechten oberen Ecke auf API-Referenz und dann auf Neuheiten.

Ausgabeformat AMF wird unterstützt

Die ArcGIS 10 REST-API unterstützt AMF (Action Message Format) als Ausgabeformat. AMF ist ein Binärformat, das von Flash-Clients direkt gelesen werden kann. Die Verwendung von AMF kann die Performance beim Interpretieren von Abfrage- und Geoverarbeitungsergebnissen verbessern.

Netzwerkanalyse-Unterstützung für die nächste Einrichtung und Einzugsgebiete

Sie können jetzt ArcGIS Server-Netzwerkanalyse-Services verwenden, um Analysen zur nächsten Einrichtung und zum Einzugsgebiet mittels REST auszuführen.

Serverobjekterweiterungen für Karten-Services in REST verfügbar

Mit Serverobjekterweiterungen können Sie die Basisfunktionalität eines Service durch benutzerdefinierten ArcObjects-Code erweitern. Unter Verwendung von ArcGIS 10 können Sie jetzt die Serverobjekterweiterungsfunktionalität über REST zur Verfügung stellen. Dies ist nur für Karten-Services verfügbar. Um Serverobjekterweiterungen zu erstellen, müssen Sie das ArcObjects-SDK installieren.

Well-Known Text-Unterstützung für Koordinatensysteme

Well-Known Text wird jetzt als gültiges Format zur Angabe von Koordinatensystemen unterstützt. Zuvor konnten Koordinatensysteme nur in der REST-API durch eine numerische ID angegeben werden. Jetzt können Sie eine speziell formatierte Textzeichenfolge verwenden, um das Koordinatensystem anzugeben, wobei benutzerdefinierte Eigenschaften wie z. B. Mittelmeridian und Standardparallelen berücksichtigt werden.

REST-Administratorcache kann programmgesteuert gelöscht werden

Beim Verwenden der REST-API behält ArcGIS Server einen Cache der Service-Informationen im Speicher, um die Performance zu verbessern. Dieser Cache muss gelegentlich gelöscht werden, um Änderungen wie z. B. neue oder gelöschte Services zu erkennen. Die REST-API bietet Entwicklern jetzt eine Möglichkeit, den Cache programmgesteuert zu löschen und eine sofortige Aktualisierung durchzuführen, wenn Services aktualisiert werden.

Web ADFs

In diesem Abschnitt werden Verbesserungen im Web Application Developer Framework (ADF), einschließlich Verbesserungen an der standardmäßigen Web Mapping-Anwendung, beschrieben, die Sie im Manager anpassen können.

Beibehaltung des Maßstabs oder der Ausdehnung im Druck-Task

Zum .NET Web ADF-Druck-Task wurden neue Optionen hinzugefügt, über die beim Drucken ausgewählt werden kann, ob der Kartenmaßstab oder die Ausdehnung der Karte beibehalten werden soll. Für den Druck-Task ist eine Kartenversion mit höherer Druckauflösung erforderlich, sodass es nicht immer möglich ist, sowohl Maßstab als auch Ausdehnung beizubehalten.

Bereitstellung auf Amazon EC2

ArcGIS Server ist von ESRI als Amazon Machine Image (AMI) erhältlich, um ArcGIS Server in der Amazon Elastic Compute Cloud (EC2) bereitzustellen. Wenn Sie ArcGIS Server in der Cloud bereitstellen, werden die Installation und die Postinstallation für Sie durchgeführt und erleichtern die Arbeit beim Setup. Sie können aus verschiedenen virtuellen Computerspezifikationen von Amazon auswählen, sodass Sie nur für die Hardware bezahlen, die Sie benötigen. Wenn Sie dann in der Cloud arbeiten, können Sie die Größe der Bereitstellung in Reaktion auf den Bedarf relativ schnell ändern.

Bessere SharePoint-Integration

Auf Version ArcGIS Server 10 folgt in Kürze Version 2.0 von ArcGIS Mapping for SharePoint, einschließlich Webparts, die ArcGIS Server-Kartenerstellung, -Geokodierung und -Geoverarbeitung verwenden. Version 2.0 ist eine Hauptversion, die Folgendes einführt:


7/10/2012